Rechtsberatung bei Erbverzicht

Auf das Erbrecht und/oder das Pflichtteilsrecht kann schon zu Lebzeiten oder im Zuge des Verlassenschaftsverfahrens verzichtet werden. Der Verzicht muss dabei in Form eines Notariatsaktes abgegeben werden.

Obwohl das individuelle Erbrecht natürlich erst mit dem Tod des Erblassers (daher mit dem Erbfall) entsteht, kann ein zukünftiger Erbe bereits zu Lebzeiten des zukünftigen Erblassers auf sein Erbe verzichten.

Der Verzicht ist dabei ein Rechtsgeschäft zwischen dem Erbanwärter (dem zukünftigen Erben) und dem zukünftigen Erblasser und unterliegt strengen Formvorschriften.

Rechtsberatung VOR Erbverzicht!

Im Fall eines Verzichts ist besondere Vorsicht und Beratung geboten, da diese Entscheidung mit weitreichenden Folgen verbunden sein kann.

Im Zweifel wirkt sich ein Erbverzicht auch auf den Pflichtteil der Nachkommen des Verzichtenden aus – und bedarf dabei keiner Zustimmung oder Genehmigung der Nachkommen.

Wenn der Verzicht aber richtig eingesetzt wird, schafft er dem zukünftigen Erblasser einen größeren Handlungsspielraum hinsichtlich seines letzten Willens. So kann er auf Wunsch beispielsweise den Verzichtenden dennoch bedenken.

Der Verzicht ist daher ein wichtiges Instrument, schwierige Erbfälle im Voraus sicher und exakt zu planen und kann zudem unentgeltlich oder gegen Leistung einer Abfindung erfolgen.

Erbverzicht: keine vorschnellen Erklärungen!

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