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Online Glücksspiel: Verluste können in vielen Fällen zurückgefordert werden

Das in Österreich herrschende Glücksspielmonopol des Staates verbietet es, Online-Glücksspiel ohne eine österreichische Glücksspiellizenz anzubieten. Wir haben im Rahmen eines Präzedentsfalles, bei dem es um einen Spielverlust von über € 700.000,- ging, gezeigt, dass es vor Gericht möglich ist, den Verlust von Online-Casinos, die keine solche Lizenz haben, zurückzufordern. Wir haben uns als Kanzlei darauf spezialisiert, Ihr Geld zurückzuholen.

Auf einen Blick

  • Das Betreiben von Online-Glücksspiel ohne eine österreichische Lizenz ist illegal.
  • Europarechtliche Regelungen stehen im Einklang mit dem österreichischem Glücksspielmonopol. Auch eine Lizenz aus Malta oder einem anderen EU-Mitgliedsstaat ist daher in Österreich nicht gültig.
  • Win2day ist der einzige Online-Glücksspielanbieter mit einer gültigen Lizenz.
  • Glücksspielverträge mit anderen Online-Casinos sind ungültig.
  • Es wurden bereits zahlreiche Prozesse gegen illegale Online-Casinos erfolgreich geführt.
  • Verluste aus Online-Glücksspiel, können vor Gericht zurückgeholt werden.

Wer darf in Österreich Glücksspiel anbieten?

Der Glücksspielsektor ist in Österreich ein stark reglementiertes Gewerbe, umso erstaunlicher ist die große Palette an Online-Glücksspielanbietern, die hierzulande ihre Dienste anbieten. Die Casinos Austria AG und Österreichische Lotterien GmbH mit ihrer Online-Plattform win2day sind auf Grund des Glücksspielmonopols des Staates die einzigen, die in Österreich legal Online-Glücksspiel anbieten dürfen. Bei allen anderen Webseiten und Apps handelt es sich daher um illegales Online-Glücksspiel. Geld, dass Sie bei anderen Anbietern, wie zum Beispiel MrGreen, BWIN, Bet-At-Home, Tipico, Bet365, Royal Panda, Lottoland.com, Eurogrand Casino, etc., verloren haben, können Sie daher zurückholen.

Welche Arten von Glücksspielen sind vom Glücksspielmonopol umfasst?

Glücksspiel im Sinne des Gesetzes meint jedes Spiel, dessen Ausgang überwiegend vom Zufall abhängt. Hiervon sind Glücksspiele wie zum Beispiel Poker, Black Jack, Roulette und Bingo umfasst. Sportwetten hingegen zählen nicht zu den Glücksspielen im Sinne des Gesetzes, weshalb Verluste aus Sportwetten auch nicht auf diesem Wege geltend gemacht werden können.

Illegale Glückspielanbieter in Österreich.

Ist eine Glücksspiellizenz aus Malta, Gibraltar oder Curaçao in Österreich gültig?

Online-Glücksspielanbieter versuchen das Glücksspielmonopol zu umgehen, indem sie österreichischen Verbrauchern suggerieren, dass eine Lizenz, die sie in einem anderen Mitgliedsstaat der EU erworben haben, wegen der Regeln über den europäischen Binnenmarkt, auch in Österreich gelten muss. Diese Argumentation hat sich vor Gericht wiederholt als wenig erfolgversprechend herausgestellt. Aus Gründen des Verbraucherschutzes bleibt das Glücksspielmonopol auch im Kontext des Unionsrechts weiterhin bestehen und ist mit der europäischen Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit vereinbar. Eine Lizenz aus Malta, Gibraltar, Curaçao oder einem anderen Mitgliedstaat der EU ist in Österreich nicht gültig.

Voraussetzungen um Geld vom Online-Casinos zurückzufordern

Online-Glücksspielverluste können von Betreibern, die keine österreichische Lizenz haben, innerhalb von 30 Jahren zurückgefordert werden. Ihr Anwalt unterstützt sie dabei, Ihren Anspruch vor Gericht geltend zu machen. Voraussetzung ist, dass Sie Verbraucherin oder Verbraucher in Österreich sind und, dass Sie Ihre Verluste (abzüglich Ihrer Gewinne) nachweisen können. Hierfür sollten Sie alle Belege Ihrer Zahlungen an den Glücksspielanbieter mittels Sofortüberweisung, Klarna, Kreditkarte, Paypal etc. aufheben. Sollten Sie diese Belege nicht mehr selbst parat haben, ist der Betreiber des Online-Glücksspiels aus datenschutzrechtlichen Gründen verpflichtet, Ihnen auf Anfrage eine Aufstellung Ihrer Ein- und Auszahlungen bereitzustellen. Neben der Klage wegen einer fehlenden österreichischen Lizenz, kann unter Umständen auch eine krankhafte Spielsucht beim Verbraucher als Rechtsgrund für das Zurückfordern der Verluste herangezogen werden.

Wieviel kostet eine Klage gegen das Online-Casino?

Die Prozesskosten ergeben sich aus den pauschalen Gerichtsgebühren sowie den Anwaltskosten, die auf Basis des Spielverlustes als Bemessungsgrundlage errechnet werden. Eine Schätzung der Prozesskosten erhalten Sie unter dem Menüpunkt „Prozesskostenrechner“.

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